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PERSPEKTIVEN

Stammzellforschung ist heute in Teilen noch Grundlagenforschung, kann aber morgen schon die Basis für neue Therapien sein. Viele Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Patienten in Zukunft von ihren eigenen Stammzellen profitieren können.

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STAMMZELLVERMEHRUNG

Der Behandlungserfolg einer Stammzelltherapie hängt u.a. von der Menge der zur Verfügung stehenden Stammzellen ab. Schon heute ist es möglich, die eingefrorenen Stammzellen nach dem Auftauen zu vermehren, um den Therapieerfolg zu optimieren. Die dazu notwendigen Techniken werden fortwährend weiterentwickelt.

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ZELLTHERAPIE

Zelltherapie bedeutet, dass körpereigene oder körperfremde Zellen in erkrankte Organe übertragen werden. Die transplantierten Zellen sollen dort die Aufgaben der krankhaft veränderten Zellen übernehmen. Das schafft neue Perspektiven für Patienten, bei denen lebenswichtige Organe zerstört oder funktionsuntüchtig geworden sind.

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REGENERATIVE MEDIZIN

Regenerative Medizin ähnelt der Zelltherapie und beschäftigt sich mit der Erneuerung von Geweben und Organen.

Aus einzelnen Zellen entsteht dabei durch tissue engineering (eine Technik der Stammzellforschung),  funktionelles Gewebe. Dieses Gewebe kann anschließend Patienten reimplantiert werden, um funktionsgestörtes Gewebe und Organe zu ersetzen.

Idealerweise sollten die Ursprungszellen für die regenerative Medizin vom Patienten selbst stammen, also z.B. Stammzellen aus Nabelschnurblut sein. Das hat den großen Vorteil, dass das neue Gewebe nicht abgestoßen wird und keine Medikamente, die das Immunsystem regulieren, eingenommen werden müssen.

Erste Einsatzmöglichkeiten der regenerativen Medizin sind heute z.B. der Herzinfarkt oder der Hirnschlag (Schlaganfall). Künftig könnten vor allem solche Gewebe ersetzt werden, die sich wie Knorpel, Knochen, Herzmuskel oder Nervengewebe nur langsam oder gar nicht mehr von einer Schädigung erholen.

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DELPHI-STUDIE

Ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebener Stammzellbericht aus dem Jahre 2004 und eine Studie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (Delphi-Studie) zur "Zukunft der Stammzellforschung in Deutschland" geben ein Bild der anvisierten medizinischen Meilensteine der Stammzellforschung wieder. So könnte es möglich sein einzelne Organfunktionen zu ersetzen und damit neue Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen zu eröffnen die, wie das Parkinson-Syndrom oder der jugendliche Diabetes mellitus, auf dem Ausfall einiger spezifischer Zellen beruhen. Gleichzeitig erwarten die Wissenschaftler große Fortschritte bei der Rekonstruktion komplexerer Gewebe.

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